Neue BaFin-Richtlinie zur Videolegitimation

Mit dem Rundschreiben 3/2017 zum Videoidentifizierungsverfahren hat die BaFin neue Anforderungen an eine Legitimation im Videochat gestellt.

Während einer Videolegitimation hält die zu legitimierende Person ihren Lichtbildausweis zu Hause vor die Kamera seines Computers, seines Tablets oder seines Smartphones. Ein per Videochat zugeschalteter Agent erklärt, wie der Ausweis zu halten und zu kippen ist, damit bestimmte Sicherheitsmerkmale sichtbar werden. Der Agent prüft die Echtheit des Ausweisdokumentes und natürlich auch, dass die zu legitimierende Person zum Ausweis passt.

Um die Sicherheit zu erhöhen, wird auf einem zweiten Kanal (SMS oder Mail) eine TAN übertragen, die parallel einzugeben und automatisch zu prüfen ist.
Innerhalb unseres Zusatzmodules „Video Ident“ haben wir umfangreiche Erweiterungen vorgenommen, um die neuen Anforderungen abbilden zu können. Mit speziellen Funktionen unterstützen wir den Agenten bei der Prüfung und der Dokumentation von Sicherheitsmerkmalen, die auch, wenn man den Ausweis in Händen hält, gar nicht so einfach zu prüfen sind.

Wie bisher auch haben wir unser Video Ident Modul konfigurierbar gestaltet, um unterschiedliche Interpretationen des BaFin-Rundschreibens abbilden zu können. Darüber hinaus kann unser Video Ident Modul dadurch weiterhin auch für andere Legitimationsverfahren, die keiner Regulierung durch die BaFin unterliegen, genutzt werden.

Als ein Beispiel ist hier die Legitimation im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Mobilfunk-SIM-Karten gemäß dem neu gestalteten §111 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) zu nennen. In diesem und in weiteren Bereichen kommt das empathy Video Ident – Modul neben der Legitimation gemäß Geldwäschegesetz ebenfalls zum Einsatz.

Peter Filz